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Das oenm . oesterreichisches ensemble fuer neue musik zählt zu den traditionsreichsten europäischen Ensembles für die Interpretation der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. 1975 formierte sich eine kleine Gruppe, die sich im Laufe der Jahre und nach über 400 UrauIührungen zu einem Solistenensemble mittlerer Größe gewandelt hat. Was zunächst dem persönlichen Wunsch der Gründer Klaus Ager und Ferenc Tornai entsprach, wurde tatsächlich Programm, ebenso beständig wie wandelbar: die Erarbeitung, AuIührung und Vermittlung aktueller Musik in Stadt und Land Salzburg und auf internationalen Podien.
Die Geburtsstunde des Österreichischen Ensembles für Neue Musik, damals „ÖENM“ abgekürzt, schlug am 14. Juni 1975 im Publikumsstudio des ORF Salzburg. Nachdem Klaus Ager die Leitung des Ensembles 1988 abgegeben hatte, stand der Komponist und Dirigent Herbert Grassl dem ÖENM in den Jahren 1988 bis 1997 vor und setzte die kontinuierliche Arbeit in Salzburg und die Tourneetätigkeit erfolgreich fort.
1997 übernahmen der Geiger Frank Stadler und der Cellist Peter Sigl die Leitung, Ausdruck auch eines natürlichen Generationenwechsels im Ensemble. Ebenso seit 1997 steht für das oenm die Zusammenarbeit mit Johannes Kalitzke als Erstem Gastdirigenten künstlerisch im Vordergrund.
Die langjährige Verbindung mit Künstler:innen wie Aureliano Cattaneo, Tito Ceccherini, Pascal Dusapin, Titus Engel, Margareta Ferek-Petrik, Beat Furrer, Erin Gee, Sara Glojnaric, Georg Friedrich Haas, Toshio Hosokawa, Alexandra Karastoyanova-Hermentin, Vasilikí Krimitzá, Helmut Lachenmann, Andor Losonczy, Hossam Mahmoud, Elena Mendoza, Sarah Nemtsov, Franck Ollu, Enno Poppe, Steve Reich, Wolfgang Rihm, Peter Rundel, Peter Ruzicka, Oswald Sallaberger, José María Sánchez-Verdú, Salvatore Sciarrino und Mathias Spahlinger hat das Ensemble maßgeblich geprägt.
Die Förderung der nächsten Generation bildet ein zentrales Anliegen des Ensembles. So ist das œnm Kooperationspartner der Universität Mozarteum Salzburg und weiterer Musikuniversitäten in Österreich, um mit Studierenden der Fächer Komposition, Dirigieren und Instrumentalmusik in gemeinsamen Projekten und Workshops das breite Feld der zeitgenössischen Musik zu erarbeiten.
Das œnm gastiert regelmäßig bei den Salzburger und den Bregenzer Festspielen, bei Wien Modern, dem aspekteFESTIVAL, den Osterfestspielen Salzburg und den Klangspuren Schwaz und auch bei den Dresdner Tagen der zeitgenössischen Musik, dem Festival Ultraschall Berlin, der Münchner Biennale, dem Kunstfest Weimar, in der Elbphilharmonie und beim Warschauer Herbst.
Seit 2011 bietet das œnm in seiner Heimstätte des Salzburger Künstlerhauses „Atelierkonzerte“ an, bei denen ein unmittelbarer Kontakt zum Publikum hergestellt wird. 2012 wurde es dafür mit dem Bank Austria Kunstpreis für Musikvermittlung ausgezeichnet. Bild- und Tonträger mit dem oenm sind bei NEOS, KAIROS, cpo, der Deutschen Grammophon und beim ORF erschienen.