Parham Behzad

Biografie

Geboren 1994 in Teheran, erhielt er frühen Klavierunterricht und beschäftigte sich zunächst mit experimenteller elektronischer Musik. Das Kompositionsstudium erfolgte bei Idin Samimi Mofakham und Martyna Kosecka. Von 2019 bis 2024 absolvierte er den Bachelorstudiengang Komposition an der Barenboim-Said Akademie in Berlin bei Stephan Winkler, Arnulf Hermann, Jörg Widmann und Gilbert Nono. Seit 2024 setzt er das Studium im Master Komposition an der Mozarteum Universität Salzburg bei Laure M. Hiendl fort. Ergänzend nahm er an Vorlesungen und Unterricht von Georg Friedrich Haas, Rebecca Saunders, Chaya Czernowin, Lisa Streich, Gordon Kampe und Philippe Manoury teil.

Parham Behzads Werke wurden unter anderem beim International Contemporary Music Festival of Tehran, im Boulez Saal Berlin sowie im Solitär der Mozarteum Universität Salzburg aufgeführt. Uraufführungen erfolgten durch Ensembles und Interpret:innen wie LUX:NM Ensemble, Michael Wendeberg mit dem Ensemble Modern sowie das Klavierduo Esther Ropón & Ernst Surberg.

Die kompositorische Arbeit konzentriert sich auf reduzierte Besetzungen und autonome Strukturen, die Form sowohl auf makro- als auch auf meta-struktureller Ebene prägen. An der Schnittstelle von Musik, Philosophie und Technologie entstehen vielschichtige, strukturelle wie performative Umgebungen, in denen Ensemblekomposition mit Instabilität und Vielheit interagiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf digitaler Vermittlung durch interaktive und Video-Partituren, vernetzte Ensembles sowie nicht-hierarchische, polytemporale Strukturen. Neuere Werke experimentieren mit digitalen Dirigaten und geklonten Zeitsystemen, die den Ausführenden interne Autonomie ermöglichen, während sie zugleich innerhalb eines gemeinsamen Ökosystems agieren. Im Zentrum steht dabei weniger die Durchsetzung von Kontrolle als vielmehr die Beobachtung ihrer Fragmentierung – und der daraus entstehenden emergenten Kohärenz.

parhambehzad.com