Peter Ablinger

Peter Ablinger @ Siegrid Ablinger

Biografie

„Die Klänge sind nicht die Klänge! Sie sind da, um den Intellekt abzulenken und die Sinne zu besänftigen. Nicht einmal das Hören ist das Hören: Das Hören ist das, was mich selbst erschafft.“ Der 1959 in Schwanenstadt, Österreich geborene und 2915 in Berlin verstorbene Peter Ablinger ist, so hat es Christian Scheib einmal formuliert, ein „Mystiker derAufklärung“, dessen „Anrufungen und Litaneien auf das Erkennen abzielen“. Gleichzeitig ist der Komponist, der – nach einem Graphikstudium – bei Gösta Neuwirth und Roman Haubenstock-Ramati studierte und ab 1982 in Berlin lebte, ein Skeptiker, der um die durch Tradition aufgezwungenen kulturelleen Spielregeln und (schlechten) Angewohnheiten weiß: „Spielen wir also weiter und sagen: Die Klänge sind da, um zu hören (– nicht um gehört zu werden. Das ist etwas anderes.). Und das Hören ist da, um aufzuhören. Mehr weiß ich auch nicht.“ (Christian Baier)

ablinger.mur.at

Werkbeschreibung

Regenstück
Ein Stück mit 6 Click-Tracks. Jede Spielerin / jeder Spieler folgt einem eigenen Puls. Es ist sowohl für 6 Nicht-Perkussionist:innen möglich als auch für 3 Perkussionist:innen, die jeweils einem Click-Track folgen und die zusätzliche Stimme durch räumliches Lesen ergänzen.

Das Stück arbeitet mit Mikrorhythmen und der räumlichen Lokalisierung ähnlicher Klänge. Ein Werk in 6 Stimmen, von denen jede an ein einsetzendes Regenereignis erinnert.

Die Instrumentierung ist frei. Zum Beispiel: ein Stück Fliese oder Ziegel sowie ein Stück Holz. Der Ziegel (oder die Fliese) wird sanft mit einem Schlägel angeschlagen, das Holz mit einer Bürste. Nur die 6. Spielerin / der 6. Spieler hat ein drittes Instrument: etwas Tiefes und Resonantes, etwa eine große Trommel. Die Partitur schlägt weitere Möglichkeiten vor – sogar eine Version für 6 Klaviere.