Gina Mattiello

Gina Mattiello © Hans Klestorfer
Gina Mattiello © Hans Klestorfer

Biografie

Gina Mattiello ist Schauspielerin, Autorin und Stimmperformerin mit Fokus auf zeitgenössische Texte und Partituren und arbeitet an den Übergängen von Theater, Neuer Musik und Stimme. Sie studierte Théâtre Musical – Composition and Theory bei Franziska Baumann sowie Literarisches Schreiben an der Hochschule der Künste Bern. Prägende Impulse erhielt sie am Institute for Living Voice (u. a. David Moss, Meredith Monk, Phil Minton).

Im Bereich der Neuen Musik und des Musiktheaters arbeitete u. a. mit Komponist:innen wie Bernhard Lang, Pia Palme, Peter Jakober, Hannes Kerschbaumer, Reinhold Schinwald, Elisabeth Harnik, Charlotte Seither, Lorenzo Romano oder Zesses Seglias und trat mit Ensembles wie PHACE, oenm, quartett22, Koehne Quartett, NewTonEnsemble oder dem Haydn-Orchester Bozen/Trient auf.

2017 gründete sie mit Reinhold Schinwald büro lunaire. Von 2007 bis 2012 kuratierte sie gemeinsam mit Pia Palme das Festival e_may zur Sichtbarmachung von Komponistinnen in Österreich. Als Schauspielerin war sie u. a. in Elfriede Jelineks KEIN LICHT., in Opern von Periklis Liakakis, Lorenzo Romano, Javier Quislant und am Teatro Comunale di Bolzano sowie in Graz, Wien, Zürich und Basel zu sehen. 2024 erhielt sie das Arbeitsstipendium für Literatur der Stadt Wien; 2024 das Ernst Binder Stipendium. 2025 spielte sie die Protagonistin in Marlen Haushofers Die Wand (Theater Quadrat). Sie schrieb Libretti, darunter GAIA – a dystopian vision und ungeduld nach Stefan Zweig. Der Lyrikband Zikadengesängewurde in der Edition art science veröffentlicht, Im Bett des Imaginariums im Passagen Verlag (2021), Aufzeichnungen einer Blinden in der Edition Eremitage Am Kamp (2025 in Braille & dt.).

Gina Mattiello lehrt am Johann-Joseph-Fux Konservatorium Sprecherziehung und Stimmbildung, seit 2024 gemeinsam mit Adrián Artacho „Speech & Sound“ an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.