Gérman Toro Pérez

Germán Toro Pérez © Markus Sepperer
Germán Toro Pérez © Markus Sepperer

Biografie

Geboren 1964 in Bogotá / Kolumbien. Musiktheorie Ausbildung sowie Privatunterricht in Komposition bei Luis Torres Zuleta in Bogotá. Kompositionsstudium bei Erich Urbanner an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (1986–1992). Danach ergänzende Studien in Dirigieren sowie in Elektroakustik in Wien und Paris.

Seine bisherige Arbeit besteht aus Kompositionen für Orchester, Instrumentalensemble, Kammermusik mit und ohne Elektronik, elektroakustische Musik, Klangkunst sowie Arbeiten in Zusammenhang mit grafischem Design, Video, Film und bildender Kunst. Sein Musiktheaterstück Reise nach Comala nach dem Roman Pedro Páramo von Juan Rulfo wurde 2017 uraufgeführt.

Von 1999 bis 2007 unterrichtete er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit 2007 ist er Leiter des ICST Institute for Computer Music and Sound Technology und Dozent für Elektroakustische Komposition an der ZHdK Zürcher Hochschule der Künste. Er war Kompositionsdozent an den Internationalen Ferienkurse in Darmstadt 2012.

Texte und Publikationen im Bereich Künstlerische Forschung, Kompositionstheorie und Ästhetik der Elektroakustik sowie Geschichte und Identität der lateinamerikanischen Musik.

Werkbeschreibung

EXIT-MASCHINE für Stimme und Bassflöte (2026, UA)
Text: Stefan Schmitzer

Die EXIT-MASCHINE imaginiert mit surrealen Metaphern den befreienden Flug „wortloser Denkbilder“ als Rettung vor dem sicheren Untergang im Meer der interpretierenden Worte. Im Dialog mit der Stimme artikuliert die Flöte den Übergang zu einer vermeintlichen Einheit mit der Welt „drunten“ mit. Aber in Wirklichkeit heben wir nicht ab. Uns kann, wenn überhaupt, nur eine wahrhaftige Sprache vom Untergang befreien. (Germán Toro Peréz)