Reinhold Schinwald

Reinhold Schinwald © Daniel Wolf

Biografie

Reinhold Schinwald, geboren in Salzburg, lebt und arbeitet in Wien. Kompositionsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Beat Furrer und Pierluigi Billone sowie Musiktheoriestudium bei Christian Utz, Clemens Gadenstätter und Georg Friedrich Haas. Toningenieurstudium an der Technischen Universität Graz. Er hat Meisterkurse u.a. bei Peter Ablinger, Mark Andre, Chaya Czernowin und Steven Takasugi besucht. 2012 war er Teilnehmer der Experimentalstudio-Akademie matrix des SWR Freiburg und 2013 Teilnehmer der Akademie Schloss Solitude. 2019 wurde ihm das Staatsstipendium für Komposition, 2015 das Jahresstipendium Musik vom Land Salzburg und 2011 das Startstipendium für Musik des BKA zuerkannt.2018 war er Composer in Residence im ZZM, 2009 beim 14. Komponistenforum Mittersill sowie im VCCA (USA). 2024 wurde ihm der Gustav Mahler Kompositionspreis zuerkannt. Er erhielt Kompositionsaufträge u.a. von PHACE, Wien Modern, klang21, drama graz, Hoerfest Graz, Ensemble Arcantus, oenm, ensemble chromoson, Zentrum Zeitgenössischer Musik, Platypus Ensemble. Aufführungen von Werken in Österreich, Deutschland der Schweiz und den USA bei Wien Modern, beim Hörfest Graz, Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Osterfestival Triol, Komponistenforum Mittersill, Kulturzentrum bei den Minoriten Graz. 2011 wurde seine Kammeroper „fremd körper“ beim Taschenopernfestival in Salzburg uraufgeführt. Interpretationen von Werken u.a. durch das oenm, Ensemble SurPlus, PHACE, Schallfeld Ensemble, Platypus, Trio Gahl-Stump-Huang, guts’n’faders, Reconsil Vienna, Ensemble Neuraum, Cantado Admont.

Von 2008 bis 2009 war er als Mitarbeiter des Medienkunstlabors im Kunsthaus Graz für die Produktion und Realisation von Performances, Klanginstallationen, Konzerten und Workshops verantwortlich. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit ist Reinhold Schinwald regelmäßig als Klangregisseur und Interpret von Arbeiten mit Live-Elektronik sowie elektroakustischer Kompositionen zu erleben. Er arbeitete für zahlreiche Ensembles wie PHACE, Platypus, Klang21, Studio Percussion an Orten und Festivals wie Klangaktionen – Gasteig München, Musik im Schömer Haus, Osterfestival Tirol, Alte Schmiede Wien, Wien Modern, Mozarteum Salzburg, Theater Bozen, Künstlerhaus Wien, Mumuth-Graz, Medienkunstlabor im Kunsthaus Graz, Brückenfestival – Kunsthaus Mürz, Schauspielhaus Graz, Music Festival Pula, u.a. Realisierung von Elektroakustischen und Live-Elektronischen Werken von Komponist*innen wie Peter Ablinger, Franck Bedrossian, Michael Beil, Chaya Chernowin, Brian Ferneyhough, Beat Furrer, Nuria Gimenez Comas, Gerard Grisey, Georg Friedrich Haas, Christoph Herndler, Peter Jakober, Alexander Kaiser, Hannes Kerschbaumer, Andrej Koroliov, Bernhard Lang, Marco Momi, Olga Neuwirth, Luigi Nono, Stefan Prins, Fausto Romitelli, Alexander Schubert, Simon Steen-Andersen, Joanna Wozny, Januibe Tejera, Gérman Toro Peréz, Horacio Vaggione, Judit Varga u.a.

Er war Klangregieassistent von André Richard bei Luigi Nonos Oper Al gran sole, die 2009 bei den Salzburger Festspielen aufgeführt wurde. Seit 2015 arbeitet Reinhold Schinwald als Live-Tonmeister bei der Produktion Jedermann bei den Salzburger Sommerfestspielen.

2016 gründete er gemeinsam mit Gina Mattiello büro lunaire.

büro lunaire sucht und entwickelt neue Formen zeitgenössischen Musikschaffens und dient als Katalysator für kollaborative Produktionsprozesse. Aus der Notwendigkeit auf gegenwärtige Produktions- und Rezeptionsbedingungen zu re-agieren und etwas „Eigenständig-widerständiges“ zu setzen, erarbeitet büro lunaire unterschiedliche Formate, die einen erweiterten Kompositionsbegriff zur Grundlage haben. büro lunaire richtet seinen Fokus vor allem auf Projekte, die durch die Wahl des Aufführungsortes gewohnte Wahrnehmungsbedingungen von Kunst herausfordern und zusätzliche Diskursebenen sichtbar machen.

www.reinholdschinwald.com