Stefan Schmitzer

Stefan Schmitzer © Gerger
Stefan Schmitzer © Gerger

Biografie

… bin ’79 geboren und lebe als autor in graz. wenn ich sonst nichts tue, schreibe ich gedichte, schaufle mir bücher und fernsehserien ins gehirn oder fuhrwerke in meinem garten herum. zu verschiedenen zeitpunkten in den letzten 20 jahren war ich literaturreferent im forum stadtpark, workshop-macher für die jugend-literatur-werkstatt graz, vorstandsmitglied der ig kultur steiermark, podcaster (pflasterpodcast) und redakteur für fixpoetry. seit 2020 mache ich gelegentlich workshops für BÖS, und seit 2021 bin ich geschäftsführer und graz-redakteur für perspektive. hefte für zeitgenössische literatur

preise und stipendien: auslandsstipendium des landes steiermark, literaturförderungspreis der stadt graz (2007), aufenthaltsstipendium des stuttgarter schriftstellerhauses, förderpreis der zeitschrift manuskripte · startstipendium für literatur (2008), rom-stipendium des bm:ukk, stipendium schloss wiepersdorf (2013), literaturstipendium des landes steiermark (2014), arbeitsstipendium des bundeskanzleramtes (2017), gisela-scherer-stipendium des hausacher leselenzes, buchprämie des bundeskanzleramtes für boring river notes (2018), literaturstipendium der stadt graz (2020), reisestipendium des bmkös (2022), arbeitsstipendium des bmkös (2023), projektstipendium des bmkös (2024).

Werkbeschreibung

Schiffbruch mit Zuschauer

Hans Blumenberg verfolgt in seinem Schiffbruchs-Buch mit einer Metapher eine Idee durch die Jahrhunderte; interessiert ist er daran, was es an ihr – also, an dem spezifischen Beispiel für ein Denken in Bildern – über das menschliche Bewusstsein zu lernen gibt. Nun handelt aber die Metapher, mit der er operiert, just von dem (mehr oder weniger tatenlosen) Beobachten von Ersaufenden im Meer – ein Bild, das X Jahre nach Blumenbergs Tod greifbar an Aktualität gewonnen und an Unschuld verloren hat. Zu genau trifft es das Skandalon im Herz der europäischen Normalität. Eine Wiederaneignung von Blumenbergs Schiffbruch-Buch betrifft selbst nicht mehr „nur“ das Denken, sondern notwendigerweise das nackte Überleben.