Mitwirkende:
Bas Wiegers, Dirigent
Programm:
- Claude Vivier, Zipangu (1989)
- Sara Glojnarić, Everything, Always für Streichorchester und fixed media (2022)
- Johannes Maria Staud, Stachel (2025, ÖEA)
- Alexandra Karastoyanova-Hermentin, Breah für Orchester, Auftragswerk der aspekteSALZBURG, gefördert von SKE und Stadt Wien (2025/26, UA)
Das Münchner Kammerorchester eröffnet das aspekteFESTIVAL mit einem Auftragswerk an Alexandra Karastoyanova-Hermentin und einer Reise quer durch ästhetische Landschaften: In Zipangu („Japan“ zu Marco Polos Zeiten) experimentiert Claude Vivier mit Klangfarben und Bogentechniken, das erste Werk nach einer prägenden Asienreise im Jahr 1976 des kanadischen Komponisten. Geprägt von seinem Lehrer Karlheinz Stockhausen, ist Zipangu auch eine klangliche Reflexion über fernöstliche Kulturen. Als „bruitistische und verhauchende Musiklandschaften“ beschreibt Johannes Maria Staud Abschnitte von Stachel, es sind „unterschiedliche Aggregatzustände“, durch die man wie „auf einer Reise oder Wanderschaft durch die Nacht“ schreitet. Die kroatische Komponistin Sara Glojnarić nimmt das Publikum auf eine Reise in ihre Kompositionswerkstatt mit. Mit Everything, Always habe sie eine „hybride Form“ schaffen wollen, „zwischen Musiktheater, Scripted Reality und konzertantem Stück“. Dabei geht es ihr um einen „uneingeschränkten Blick direkt in die Denkwelt einer Komponistin“ – für das Publikum und die Musiker:innen. Glojnarićs Stimme wird zugespielt, als Kommentare zu ihrem eigenen Werk: lustig, überraschend und sehr persönlich.

